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Modul 7
Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Struthof
Struthof ist das einzige Konzentrationslager auf französischem Gebiet. Es wurde während der deutschen Besetzung des Elsass gebaut, um die Regimegegner vor den Augen der Deutschen zu verstecken.
Intention:
Die Besichtigung
des Museums, das auf den Befestigungsmauern des ehmaligen KZs entstanden ist,
ist ein Schlüsselmonument, um fundamentale Fragen anzusprechen. Die Fragen
drehen sich um Widerstand und Unterwerfung, um Rassismus und Toleran
z,
aber es werden auch Fragen wie der Respekt vor dem Leben oder die menschliche
Entwürdigung behandelt.
Vorbereitung: Präsentation einiger Bilder, die für sich sprechen: Wer war Paul Gsell? Interpretation eines Fotos. Zeichnungen von Tomi Ungerer, einem 14 Jahre alten elässischen Jugendlichen, der auf Grund seiner Weigerung zur Zwangseinziehung in das KZ gesperrt wurde und es nach seinem Vorstellungsvermögen malt.
Anfahrt: 1 1/2 Stunden per Bus. Die Abfahrt muss also möglichst früh, vor 9 Uhr erfolgen.
Ratschlag: Die bequeme Anreise per Bus scheint uns nicht die bestmögliche Annäherung an den Ort des Leidens zu sein. Vielmehr schlagen wir vor, die Schüler vom Bahnhof zu Fuß zum KZ laufen zu lassen, um so den Weg der Deportierten zu gehen. Diese Besteigung erlaubt, dank einiger Pausen, einige vorher aufgetretene Fragen zu klären und die Atmosphäre vorzubereiten. Der Weg führt vorbei an der ehemaligen Gaskammer (nur im Sommer geöffnet). Dauer: 1 Stunde.
Ablauf: Die Besichtigung vollzieht sich in der Regel selbstständig. Nach Absprache mit dem Team der JBS ist es jedoch durchaus möglich, die Gruppe vom pädagogischen Personal der JBS begleiten zu lassen.
Dauer der Besichtigung: 1 1/2 Stunden - 2 Stunden
Ausstattung: Die JBS stellt eine Begleitbroschüre zur Verfügung.
Kosten: Eintritt frei. Führung: pauschal 50 Euro (Führung durch Zivildienstleistenden) / 100 Euro (Führung durch Herrn Klein).
Vorschlag: Es ist möglich, die Schüler mit einzubeziehen, in dem sie einen Kranz oder Blumen am Denkmal für die Deportierten niederlegen, das auf der ehemaligen Befestigungsmauer errichtet wurde. Der Kranz oder der Strauß kann selbst angefertigt sein, eventuell verziert mit einer Inschrift vom Vortag.
Zeugen: Die Jugendbegegnungsstätte kann Treffen mit Zeitzeugen organisieren, um interessierten Gruppen die Möglichkeit zu bieten, das Thema und die Erfahrungen, die bei der Besichtigung Struthofs gemacht wurden, noch zu vertiefen. Bitte melden Sie sich dafür frühzeitig an, damit wir diese Treffen organisieren können.
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